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Am Dienstag brachen neue wirtschaftliche Bedenken an den Aktienmärkten auf. Der Dax fiel zum zweiten Mal in Folge. Auch die Wall Street war rückläufig. Vor allem die chinesischen Aktien sind in ihren Geldbörsen in die Höhe geschnellt.

Geht es um die Neujahrsrallye? Nach vier aufeinander folgenden Gewinnwochen verlangsamt sich der Dow Blue Chip Index allmählich. Letzten Dienstag, nach einem langen Wochenende, begann er mit einem Verlust aufgrund von Feiertagen zu handeln. Der Dow Jones verlor in den ersten beiden Betriebsstunden 0,8%. Der S&P 500, der den gesamten Markt abdeckt, und der Nasdaq 100, der viel Technologie einsetzt, sind noch weiter gesunken, „die Risikobereitschaft ist derzeit sehr gering“, sagte Dean Popplewell, Oandas Marktexperte und Devisenmakler.

Index Radar-Marktforscher Andreas Büchler sprach von einer „großen Gefahr eines Kurswechsels“ an der Wall Street. Der Dow Jones hat sein kurzfristiges Erholungsziel erreicht. Das Marktumfeld ist heute „extrem überhitzt“.

Dax behält die technische Kennzeichnung auf der Karte bei.

Aufgrund der Schwäche der Wall Street verlor auch der Dax weiter an Boden. Am Dienstag fiel sie um 0,4%. Allerdings gelang es ihm, die technische Punktzahl von 11.050 Punkten zu verteidigen.

Wirtschaftliche Überlegungen ergeben sich
Vor allem die Befürchtungen einer weltweiten Konjunkturabschwächung belasteten die Aktienmärkte stark. Dies ist auf die am Montag veröffentlichten schwachen Wachstumsdaten Chinas im Jahr 2018 und die Überarbeitung der Wachstumsprognosen des Internationalen Währungsfonds (IWF) für die globale Wirtschaftsleistung zurückzuführen. Die neuesten Wirtschaftsnachrichten aus den Vereinigten Staaten, wo die Verkäufe bestehender Häuser im Dezember überraschend zurückgingen, sind Teil dieses Trends.

China hat Öl auf das Feuer verschüttet. Vor dem Hintergrund des langsamsten Wachstums Chinas in den letzten 28 Jahren hat die Pekinger NDRC-Planungsbehörde vor einer steigenden Arbeitslosigkeit gewarnt. Nach offiziellen Angaben sank der Anteil im Dezember von 4,8% im Vormonat auf 4,9%.

Das Chaos von Brexit geht weiter

Premierministerin Theresa May schüttelte den Kopf zu ihrem „Plan B“, bevor Großbritannien die EU verließ. „Im Prinzip wird der Vorschlag, der letzte Woche im Parlament mit großer Mehrheit abgelehnt wurde, beibehalten“, sagte Antje Praefcke, Analystin der Commerzbank. Selbst wenn die irische Frage im Mai durch das Unterhaus geändert werden sollte, ist es zweifelhaft, ob die Europäische Union zustimmt. Das britische Pfund und der Euro waren auf der Bühne.

Der ZEW-Indikator für das Wirtschaftsklima ist gar nicht so schlecht.
Nach dem ZEW-Konjunkturindikator sind die Finanzexperten weniger pessimistisch gegenüber der deutschen Wirtschaft. Der Index des Europäischen Wirtschaftsforschungszentrums Mannheim (ZEW) ist mit -15,0 Punkten besser als im Januar erwartet, 2,5 Punkte höher als im Dezember und zum dritten Mal in Folge gestiegen. Die Experten hatten einen Rückgang auf -18,4 Punkte prognostiziert. „Es ist bemerkenswert, dass sich der ZEW-Konjunkturerwartungen-Indikator aufgrund der vielen weltwirtschaftlichen Risiken nicht weiter verschlechtert hat“, sagte Achim Wambach, Vorsitzender des ZEW. | Mehr Informationen

Billigeres Öl, teureres Gold

Spekulationen über eine sinkende Nachfrage aus China haben den Ölpreis in die Höhe getrieben. Der Preis für North Sea Brent sank um 2,7 % auf 61,07 $/Barrel (159 Liter). Deshalb haben einige Investoren Gold gekauft. Die „Krisenwährung“ stieg um 0,1 Prozent auf 1.281 US-Dollar pro Feinunze (31,1 Gramm).

Die amerikanische Investmentbank Morgan Stanley hat den Kurs der Lufthansa Aktie von Equalweight auf Overweight angehoben und das Kursziel von 24 auf 25 Euro angehoben. Im Jahr 2019 waren die Fluggesellschaften einer Reihe von wirtschaftlichen Belastungen sowohl auf Rohstoffe als auch auf Währungen ausgesetzt, und die Maßnahmen des Sektors wurden im historischen Vergleich sehr attraktiv bewertet. Das Gewinnpotenzial der Lufthansa ist beträchtlich.

Daimler baut neues Batteriewerk

Daimler plant auch, in Zukunft in Polen Batterien für Elektroautos zu bauen. Mercedes-Benz Cars, eine Tochtergesellschaft von Daimler, baut im Werk Jawor auch ein Batteriewerk, in dem bald ein Motorenwerk mit rund 1.000 Mitarbeitern in Betrieb gehen wird. Durch die Erweiterung der bestehenden Anlagen des Unternehmens würden rund 300 zusätzliche Arbeitsplätze entstehen.

Adidas ist optimistisch

Kasper Rorsted, CEO von Adidas, sieht seine Sportmarke trotz internationaler Unsicherheiten auf einem Wachstumspfad. „2019 wird ein gutes Jahr für uns, Umsatz und Gewinn werden steigen und wir wollen Marktanteile gewinnen“, sagt der Chef der Süddeutschen Zeitung. Natürlich kann die Entwicklung der gesamten Wirtschaft nicht vollständig von der Aktivität von Adidas getrennt werden. Aber die Sportindustrie wird weiter wachsen, da Fitness, Gesundheit und vor allem Sport weltweit immer wichtiger werden.

Neben dem in den USA begonnenen Handelsstreit mit China sorgt der bevorstehende Brexit auch für Unsicherheit in der Wirtschaft. Rorsted bezeichnete den geplanten Rückzug Großbritanniens aus der Europäischen Union Ende März als „die dumme wirtschaftliche Entscheidung über einen langen Zeitraum, das Schlimmste, was passieren konnte“. Das Land ist einer der wichtigsten Exportmärkte der EU und Deutschlands.